Prinz von Mettmann in Rage

Ich hab’ gestern gehört, Liechtenstein ist so groß wie Mettmann. Nennen wir es also im Weiteren mal frech Fürstentum Mettmann-West. Der Prinz von Mettmann-West also ist, wie ich gerade im Radio gehört habe, ein wenig in Rage geraten, ob der geheimdienstlichen Datenakquise durch den BND und wohl v.a. auch, weil Mettmann-West nur noch als Hort des Betrugs und nicht mehr auf Grund seiner anderen Qualitäten in der deutschen Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Nicht das ich wüsste, was das sein sollte noch das es mich besonders interessieren würde. Ehrlich gesagt habe ich nicht viel übrig für dynastische Monarchien. Da bin ich irgendwie albern demokratisch. Ist ja auch ungesund wegen der Gene und so. Lässt mich daher eigentlich auch kalt, was irgendein blaublütiger Hanswurst dann für Thesen über das deutsche Steuersystem aufstellt. Fast zumindest. Na ja, ein klein bisschen ärgert es mich schon, wenn ein nur sehr abstrakt mit dem Gedanken der Volkssouveränität vertrauter Blaublüter aus einem Land hinter den sieben Bergen meint Ratschläge austeilen zu müssen wie diesen hier: Deutschland sollte seine Steuergelder besser dafür einsetzen, sein Steuersystem in den Griff zu bekommen, als Millionenbeträge für Daten auszugeben, deren rechtliche Verwertbarkeit zweifelhaft ist.

Meiner Meinung nach, und als Wahlbürger habe ich hier immerhin ungefähr 1/60000000 oder so zu bestimmen, ist, Deutschland sollte sein Steuersystem verbessern, Steuergelder dafür einsetzen Betrüger auch im Ausland zu jagen und sein außen- und europapolitisches Gewicht dafür einsetzen, dass es auf diesem Kontinent einen Wettbewerb um das beste Steuerregime gibt, nicht aber einzelne Länder sich ihren Reichtum dadurch ergaunern, dass sie sich systematisch als Komplizen betätigen.


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